- Ist jede Anforderung mit einer Funktion oder einem betrieblichen Bedarf verknüpft?
- Sind Lieferung, Montage, Programmierung, Prüfung und Übergabe enthalten?
- Welcher Nachweis belegt die funktionale Gleichwertigkeit?
- Welche Ausschlüsse und Annahmen müssen Bieter ausdrücklich benennen?
Ausschreibungs- & Spezifikationsberatung
Von den Anforderungen zur ausschreibungsreifen technischen Lösung.


Eine praxisnahe Grundlage für belastbare Entscheidungen.
Gute Ausschreibungen verknüpfen die gewünschte Funktion mit messbaren technischen Anforderungen. Wir strukturieren den Leistungsumfang so, dass Bieter konsistent kalkulieren und Angebote auf einer gemeinsamen Grundlage bewertet werden können.
- Bedarfsanalyse und Leistungsabgrenzung
- Türlisten- und Mengenanalyse
- Funktionale Spezifikationen
- Technische Verzeichnisse und Leistungsverzeichnisse
- Systemvergleiche und Angebotsbewertung
- Technische Unterstützung während der Beschaffung
- Klare Abgrenzung von Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Schulung und Wartung
Sobald aus dem Konzept ein Leistungsumfang werden muss, den Bieter verstehen, kalkulieren und nachweisen können.
Fehlende Mengen, unklare Schnittstellen und herstellergeprägte Formulierungen erschweren den Angebotsvergleich und hinterlassen Lücken zwischen den Gewerken.
- Systemoffene Leistungsbeschreibungen und strukturierte Mengen
- Eine Leistungs- und Schnittstellenmatrix einschließlich Programmierung und Übergabe
- Technische Vergleichskriterien und ein Klärungsregister
- Abgestimmte Anforderungen und aktuelle Verzeichnisse
- Leistungsgrenzen und Beschaffungsphase
- Schnittstellen, erwartete Nachweise und Abnahmekriterien
Eine Spezifikation.
Ein passendes Angebotsraster.
Eindeutige Positionsnummern verbinden technische Anforderungen mit dem Angebot des Bieters. Grundumfang, Zusatzbedarf und laufende Leistungen bleiben klar getrennt.
Die vereinbarten Grundleistungen
Separat zu beauftragender Bedarf
Wiederkehrende Leistungen
Beispielhafte Angebotsstruktur ansehen
| Position | Leistungsposition | Kategorie | Zweck |
|---|---|---|---|
| 02.01 | Türaufmaß | Basisleistung | Türdaten vor Bestellung |
| 02.02 | Projekt- und Berechtigungsplanung | Basisleistung | Funktionen, Zutrittsrechte und Schnittstellen |
| 06.01–06.03 | Elektronische Türbeschläge | Basisleistung | Anforderungen für Standard-, Fluchtweg- und Brandschutztüren getrennt erfassen |
| 10.01–10.02 | IT- und Gewerkekoordination | Basisleistung | Verantwortlichkeiten und Übergabepunkte eindeutig definieren |
| 12.03 | Inbetriebnahme und Funktionsprüfungen | Basisleistung | Betrieb, Ausfall und Wiederanlauf prüfen |
| 13.01–13.02 | Schulung und Dokumentation | Basisleistung | Betreiber auf den täglichen Betrieb vorbereiten |
| 13.03 | Zusätzlicher Schulungstag | Auf Anfrage | Bei Bedarf separat beauftragen |
| 15.01 / 15.03 | Wartung / Hosting | Jahresoption | Wiederkehrende Leistungen separat vereinbaren |
Ausgewählte, übersetzte Beispiele aus einer EIWTC-Arbeitsunterlage zur Angebotszusammenfassung. Kundendaten, Projektmengen und Preisfelder wurden weggelassen. Dies ist ein Strukturbeispiel, kein vollständiges Leistungsverzeichnis und kein Angebot.
Strukturbeispiel herunterladen · TXTFünf Standorte. Unterschiedliche Technologien. Ein nachvollziehbares Leistungsverzeichnis.
Wie schreibt man elektronische Zutrittskontrolle für ein Wasserwerk mit dezentralen Anlagen aus, ohne sich vorschnell auf einen Hersteller festzulegen? Unser fiktives Muster zeigt die systematische Verbindung von Türfunktionen, Betriebsabläufen, IT, Energieversorgung, Leistungen und Nachweisen.
Bereits intern für Projekte im Einsatz – öffentliche Freischaltung in Vorbereitung.EIWTC setzt den LV-Konfigurator bereits zur internen Erstellung projektbezogener Leistungsverzeichnisse ein. Die direkte Selbstbedienung durch externe Anwender ist noch nicht freigeschaltet. Individuelle Projektanfragen können jedoch bereits bearbeitet und fachlich geprüft werden.

Ein Wasserwerk. Fünf Standorte. Ein durchgängiges Konzept.
22 Türen · 2 Tore · 4 zusätzliche Sicherungsstellen · 12 Spinde. Dazu 60 kontaktlose Karten und 16 elektronische Schlüssel; Identmedien zählen nicht als zusätzliche Schließpunkte.
Fünf Anwendungsfälle. Kein Einheitsprodukt.
Dass alle Komponenten auf einer Liste stehen, genügt nicht. Jedes Schließprinzip benötigt einen passenden Berechtigungs-, Energie-, Kommunikations- und Ausfallpfad.
Online-Zugänge und Tore
Sechs Türen und zwei Tore in Wasserwerk und Pumpstation. Häufige Nutzung, dokumentierter Sperrprozess und getrennte Nachweise für Kommunikations- und Stromausfälle.
Funkvernetzte Türbeschläge
Sechs Verwaltungsräume mit batteriebetriebenen Beschlägen. Zwei vorgesehene Funkzonen; die Funkabdeckung muss vor Ort nachgewiesen werden.
Klassische Offline-Türtechnik
Vier Offline-Doppelzylinder und zwei elektronische Beschläge an angenommenen Brandschutztüren. Rechtegrenzen, Serviceöffnung und die Eignung der vollständigen Türkombination sind zu prüfen.
Schlüsselversorgte Schließtechnik
Vier batterielose Doppelzylinder und vier elektronische Vorhängeschlösser an dezentralen Standorten. Die Gültigkeit des elektronischen Schlüssels und der Updateweg bestimmen das Betriebskonzept.
Elektronische Spindschlösser
Persönlich zugeordnete Personalspinde mit geregelter Berechtigung, Serviceöffnung und eigener Montage-/Prüfleistung.
Nicht nur Geräte. Auch Leistungen und Verantwortlichkeiten.
Das Muster beinhaltet Mengengerüst, Projektierung, Identmedien, Software und Lizenzen, Steuerungen, Kommunikationskomponenten, Leitungen, IT- und Gewerkekoordination, Montage, Inbetriebnahme, Schulung, Abnahme und Betriebsleistungen. Die Preisfelder bleiben bewusst leer: Es handelt sich um eine Ausschreibungs- und Kalkulationsgrundlage, nicht um eine verifizierte Kostenberechnung.
Funktionen, Grenzwerte und Nachweise beschreiben – statt ein Fabrikat vorzugeben.
Grundumfang, Infrastruktur, Leistungen und gegebenenfalls laufende Kosten zusammen betrachten.
Sperrzeiten, lokale Autonomie, Schlüsselaktualisierung, Ausfallverhalten und Verantwortlichkeiten unterscheiden.

Muster-LV Wasserversorgung
Die Dokumente stehen als deutsche Originalausgabe und als französische, redaktionell bearbeitete Musterfassung zur Verfügung. Beide zeigen Systemarchitektur, Prüfregeln und 38 Leistungspositionen, ohne eine sofort einsetzbare Ausschreibung darzustellen.
Die französische Ausgabe enthält alle 38 Positionen mit den Projektmengen und wesentlichen technischen Anforderungen, ist aber redaktionell verdichtet und keine wortgetreue oder beglaubigte Übersetzung. Für den vollständigen Ausgangswortlaut ist die deutsche R10-Fassung maßgeblich. Beide Dokumente sind fiktive, nicht ausschreibungsreife Muster.
Relevante Anforderungen statt pauschaler Normensammlungen.
Für die Entwicklung des Konfigurators werden unterschiedliche technische, kaufmännische und regulatorische Vorgaben als Prüf- und Regelbasis betrachtet. Im konkreten Projekt sollen nur die jeweils einschlägigen Anforderungen aktiviert werden.
Welche Prüf- und Leitplanken werden berücksichtigt?
CRTI-B und einschlägige luxemburgische Ausschreibungs- und Vertragsgrundlagen; nationales Vergaberecht und EU-Vergaberichtlinien, soweit anwendbar.
EN 179, EN 1125 und gegebenenfalls EN 13637; Brand- und Rauchschutz einschließlich Nachweis der geeigneten Kombination von Tür, Schloss, Beschlag und Zubehör.
EN/IEC 60839-11-Reihe, funktionale Eignung und Interoperabilität; klare Anforderungen an Berechtigungen, Kommunikationspfade und Abnahme.
DSGVO, Rollen- und Rechtekonzepte, Protokollierung, Aufbewahrung, Löschung und Berechtigungsmanagement.
NIS2 und gegebenenfalls CER für betroffene Einrichtungen; CRA, RED, EMV und gegebenenfalls Niederspannungsrichtlinie für relevante Produkte. Geltungsbereich, Fristen und Nachweise werden getrennt geprüft.
Backup/Restore, Sicherheitsupdates, Schwachstellenmanagement, Supportende, Wartung, Dokumentation und Wiederanlauf.
Baustellenorganisation, Zuständigkeiten, Energieversorgung, Leitungswege und Übergaben zwischen beteiligten Gewerken.
Funktionale Gleichwertigkeit anhand überprüfbarer Leistungsmerkmale und Nachweise – keine ungeprüften Herstellerpräferenzen.
Diese Regelbasis unterstützt die projektspezifische Prüfung. Sie ersetzt weder die fachliche Eignungsprüfung noch eine Rechtsberatung oder die erforderlichen Hersteller-, Brandschutz- und Sicherheitsnachweise. Eine automatische NIS2-, CRA- oder DSGVO-Konformität wird nicht zugesichert.
Haben Sie ein Projekt mit ähnlichen Anforderungen?
EIWTC erstellt bereits heute im internen Pilotbetrieb projektbezogene Leistungsverzeichnisse auf Anfrage und begleitet diese mit einer fachlichen Prüfung. Der direkte Zugriff auf den Konfigurator für externe Anwender ist noch nicht freigeschaltet.
Klarheit in jeder Phase.
Verstehen
Gebäudenutzung, Risiken und Anforderungen.
Strukturieren
Funktionen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten.
Spezifizieren
Klare, systemoffene technische Anforderungen.
Begleiten
Entscheidungen, Beschaffung und Umsetzung.
Bringen Sie Ihr Projekt mit.
Wir helfen, die Entscheidungen zu strukturieren.
Nenne uns Gebäudenutzung, Projektphase und die zu klärende Fragestellung. Vorhandene Pläne, eine Türliste oder ein Ausschreibungsentwurf sind ein guter Ausgangspunkt.
Wir klären den Beratungsbedarf und stimmen den nächsten Schritt mit dir ab. Die Projektarbeit kann ein Funktionskonzept, technische Spezifikationen, Angebotsvergleiche oder die Koordination bis zu Prüfung und Übergabe umfassen.
Beratung anfragen150 € netto pro Beratungstermin, zzgl. MwSt.
Besprich mit uns deine Anforderungen, vorhandenen Unterlagen und die nächsten Planungsentscheidungen. Detaillierte Konzepte, Spezifikationen und weitere Projektbegleitung werden separat definiert und angeboten.
Eine Anfrage ist noch keine kostenpflichtige Terminbuchung. Termin und Konditionen werden vorab mit dir abgestimmt.


